Gastvortrag zur Gülen-Bewegung

logoMichael Kißkalt – Es gibt starke muslimische Bewegungen, die sich für interreligiöse Offenheit und Dialog einsetzen. Der charismatische türkische Imam Fethullah Gülen setzt sich seit vielen Jahren für einen selbstbewussten und weltoffenen Islam ein. Sein Engagement hat zuerst in der Türkei und dann weltweit eine breite Bildungs- und Dialogbewegung unter Muslimen ausgelöst.

Auch in Deutschland wurden unter dem Einfluss der Gülen-Bewegung viele Schulen, Gymnasien und Dialoginstitute gegründet, die sich für die Werte der Gülen-Bewegung einsetzen. Nicht zuerst die Person, aber die Ideen und Predigten des Gründervaters Fethullah Gülen prägen alle Akteure dieser Bewegung, die sich nicht hierarchisch sondern dezentral und in kleinen Aktionsgruppen organisiert. In ihrem Spagat zwischen frommen Islam und Weltoffenheit werden sie einerseits von säkularen Türken und andererseits von Islamisten in Frage gestellt.

Ercan Karakoyun, Soziologe und Leiter des Forums für interkulturellen Dialog in Berlin, legte im Rahmen der im Sommersemester 2012 am Theologischen Seminar Elstal (FH) stattfindenden Vorlesung Islam die Geschichte und Bedeutung der Gülen-Bewegung dar. Karakoyun hatte mit dem Gastvortrag am Theologischen Seminar Elstal (FH) erstmals Kontakt mit Baptisten, den er in guter Erinnerung behalten wird. Er zeigte sich beeindruckt vom Campus des Bildungszentrums Elstal und von der hier herrschenden Atmosphäre.

Darin findet er manches wieder, was ihm als weltoffenen Muslim auch wichtig ist: engagierter Glaube an Gott und Offenheit für Menschen und Gesellschaft. Auch aus baptistischer Perspektive sind islamische Initiativen wie die der Gülen-Bewegung begrüßens- und unterstützenswert, weil durch sie auch im islamischen Kontext die Werte von Menschenwürde und Religionsfreiheit gefördert werden.

 

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Theologisches Seminar Elstal

 

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