Gesegnetes Opferfest! عيد مبارك! Kurban Bayramınız mübarek olsun!

Beim islamischen Opferfest (Eid al-Adha) erinnern Muslime in aller Welt an den Propheten Abraham (Ibrahim), der als gemeinsamer Stammvater von Muslimen, Juden und Christen gilt.

Das muslimische Opferfest erinnert an die Bereitschaft von Abraham seinen eigenen Sohn zu opfern. Gott hatte, laut der Überlieferung im Koran, Abraham auf die Probe gestellt: Er forderte ihn auf seinen Sohn zu opfern. Als Gott erkannte, dass Abraham dies wirklich tun wollte, schickte er ihm ein Opfertier, das er statt seines Sohnes Ismail opfern sollte.

Die Geschichte der Opferung Isaaks (nicht wie im Islam Ismails) spielt im Christentum sowie im Judentum in unterschiedlichen Interpretationen eine Rolle. So könnte auch das Opferfest zum Dialog über die gemeinsamen religiösen Traditionen der monotheistischen Religionen beitragen.

Im Mittelpunkt steht bei diesem Fest die Barmherzigkeit Gottes. Deshalb geht es vor allem um Werte wie Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Versöhnung.

Gegen Tierquälerei mit klaren Regeln

Beim Opfern des Tieres sind klare Regeln einzuhalten. Die Schlachtung des Tieres muss z.B. räumlich von den übrigen Tieren getrennt vorgenommen werden. So ist garantiert, dass es nicht sieht, wie ein anderes geschlachtet wird. Desweiteren muss das Tier so gefesselt werden, dass es keinen Qualen ausgesetzt wird. Bevor es zur Schlachtung kommt, wird das Tier getränkt, gefüttert und beruhigt. Das Schlachtmesser ist sehr scharf und darf keine Scharten aufweisen. Vor der Schlachtung wird ein vorgeschriebenes Gebet gesprochen oder zumindest „Im Namen Allahs“ („Bismillah“) gesagt. Der Schnitt erfolgt so, dass die Halsblutgefäße, Speise- und Luftröhre sofort durchgetrennt werden, damit der Tod schnellstens eintritt.

Leider sehen wir gerade beim Opferfest wie Tiere gequält werden. Dies ist in keinster Weise mit den Werten des Islams vereinbar.

Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Versöhnung

Ein Teil des Fleisches behält die Familie für sich und der Rest wird an Nachbarn und Bedürftige verteilt. Eine Vielzahl an Muslimen spendet das Opfertier direkt an eine Hilfsorganisation, die die Tiere Regelkonform schlachtet und an die ärmsten der Armen in Afrika verteilt. Also an Menschen, die sich vielleicht das ganze Jahr über kein Fleisch leisten können und auch keine Alternativen wie Tofu oder Soja haben.

In diesem Sinne… Ich wünsche allen Muslimen ein gesegnetes Opferfest!

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