Das junge Muslime aus Deutschland sich dem IS anschließen bestätigt vor allem eins: Die Muslimischen Verbände müssen mehr Verantwortung übernehmen und verhindern, dass das passiert.
Laut Verfassungsschutz sollen etwa 7.000 radikalisierte Islamisten in Deutschland leben. Um sich Kampfverbänden wie dem „Islamischen Staat“ anzuschließen, seien bereits 550 Islamisten, die Hälfte von ihnen deutsche Staatsbürger, ausgewandert. Viele dieser jungen Menschen sind in Deutschland aufgewachsen, haben hier die Schule besucht und studierten sogar an einer Universität. Es sind junge Menschen, die hierzulande tagtäglich oder zumindest wöchentlich in den Moscheen beten gehen und die teil unserer Nachbarschaft sind. Wir stehen im Kontakt mit ihren Familien und wir sprechen die gleiche Sprache.
Die Mehrheit der Muslime weiß, dass Antisemitismus keinen Platz im Islam hat. Dennoch scheint es aber Muslime zu geben, die Juden nur deshalb hassen, weil sie Juden sind. Daher ist es notwendig, der Frage nachzugehen, ob der Islam antisemitisch ist und wie Muslime mit dem Antisemitismus umgehen sollten, damit derartiges nie wieder passieren kann.