Jesus (as) im Islam – Ein ganz besonderer Prophet

Wenn Weihnachten naht, fragen sich viele, welche Rolle Jesus (as) im Islam innehat. Wenn man den Koran liest, wird man schnell feststellen, dass Jesus (as) dort einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt.

Im Koran hat Jesus (as) die Titel „Gesandter Gottes“, „Diener“ oder „Sklave Gottes“, „Wort Gottes“, „Messias“. Nach koranischer Vorstellung wurde Jesus (as) von der Jungfrau Maria geboren. Er wird deshalb stets auch als „Sohn der Maria“ bezeichnet und ausdrücklich nicht als „Sohn Gottes“. Jesus (as) wurde ohne einen männlichen Mittler erschaffen.

Nach der muslimischen Tradition ist Jesus (as) auch derjenige, der am Ende der Zeiten kommen wird, um den Antichristen zu besiegen.

Der Prophet Muhammed (sav) bezeichnete Jesus (as) als „seinen Bruder“. Er (sav) berichtete, dass er in einem Traum Jesus gesehen habe und beschreibt ihn folgendermaßen: „Als ich nachts bei der Kaaba schlief, sah ich im Traum einen Mann mit lohfarbener Haut, so schön, wie man einen Mann mit lohfarbener Haut sehen kann. Sein gelocktes Haar fiel bis zwischen seine Schultern, vom Kopfhaar des Mannes tropfte Wasser, und er hatte seine Hände auf die Schultern zweier Männer gelegt und umschritt das Heilige Haus, und ich fragte: ‚Wer ist das?‘ und sie sagten: ‚Das ist Isa (Jesus), Sohn der Maryam (Maria)‘“ (überlief. bei Buhari, IV, 649 in „Der Islam und Jesus“, A. v. Denffer, München 1995, S. 43ff)

Schon alleine diese Stellen machen deutlich, dass Jesus (as) im Islam ein außergewöhnliches Sein zukommt.

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