Wir haben ein weiteres Opferfest hinter uns. Ich sitze gerade in der Vorstellungs-Präsentation der Hilfsorganisation TimetoHelp. Die Spender aus Deutschland haben in 26 Ländern 400.000 Bedürftigen geholfen. Insgesamt waren 800 Helfer in Afrika, Asien und im Balkan unterwegs. Das besondere ist, dass die Helfer alle Kosten der Reise selber übernommen haben.
In Deutschland wurde vielen tausenden Flüchtlingen geholfen. Eine tolle Arbeit, die hier von ehrenamtlichen Helfern und Spendern geleistet wird. Weiter so!
Nach dem WM-Sieg gegen Argentinien waren es vor allem auch Deutsch-Türken, die mit Hupkonzerten auf dem Ku’damm feierten. Während es in der Vergangenheit bei den jungen Deutsch-Türken eher Schadenfreude gab, wenn die Nationalelf ausschied, wurde nun bis in die Morgenstunden mitgefeiert. Das hat seine Gründe. Viele der 23 Nationalspieler haben nämlich einen Migrationshintergrund. Diese Vielfalt wirkt sich nicht nur auf die Spielweise und die Leistung der Mannschaft aus, sondern auf das ganze Land.
Mesut Özil und Sami Khedira beten vor dem Spiel und heben nach muslimischer Art ihre Hände und rezitieren nach eigenen Aussagen Gebete aus dem Koran. Bilder, die es zum ersten Mal in der deutschen Nationalmannschaft gibt. Selbst die überholten ARD- und ZDF-Reporter, die noch immer nicht verstanden haben, dass der Fastenmonat Ramadan nicht nur für Algerien ein Thema ist, sprechen die polnisch, balkanisch, türkisch und arabisch klingenden Namen perfekt aus. Dass Lukas Podolski und Klose auf dem Platz untereinander polnisch sprechen, ist inzwischen auch kein Geheimnis mehr.

