Wir haben ein weiteres Opferfest hinter uns. Ich sitze gerade in der Vorstellungs-Präsentation der Hilfsorganisation TimetoHelp. Die Spender aus Deutschland haben in 26 Ländern 400.000 Bedürftigen geholfen. Insgesamt waren 800 Helfer in Afrika, Asien und im Balkan unterwegs. Das besondere ist, dass die Helfer alle Kosten der Reise selber übernommen haben.
In Deutschland wurde vielen tausenden Flüchtlingen geholfen. Eine tolle Arbeit, die hier von ehrenamtlichen Helfern und Spendern geleistet wird. Weiter so!
Eine Anpassung an die deutsche Verfassungskultur ist wichtiger als eine Anpassung an die deutsche Leitkultur. Je besser wir unsere Verfassung kennen, umso mehr werden wir sie lieben.
Nahezu keine andere Region der Welt ist historisch mit dem Christentum so eng verbunden wie der Süd-Osten der Türkei. Noahs Arche ist hier gelandet. Abraham erhielt in Harran den Ruf Gottes, „weiterzuziehen in das Land, das ich dir zeigen werde“ (Gen 12,1). In Antakya wurden die Jünger Jesu zum ersten Mal als Christen bezeichnet und auch Paulus hielt sich zum größten Teil in dieser Region auf. Heute leben in der Türkei von einst vier Millionen nur noch etwas mehr als 100.000 Christen.
Es waren allerdings nicht die Seldschuken oder die Osmanen, die die Christen aus dieser Region verdrängten, sondern es war in erster Linie die Politik der modernen türkischen Republik. Das sogenannte Millet System des Osmanischen Reiches sowie das Dhimmitum garantierte den Christen und Juden schon zu dieser Zeit Rechte und Freiheiten, von denen Andersgläubige in Europa nicht einmal zu träumen wagten. Nach dem Untergang des osmanischen Reiches entstand ein moderner Nationalstaat, der versuchte, seine Identität aus einer Deckungsgleichheit von Religion und Nation herauszubilden. Die christlichen Minderheiten wurden daher lange als Fremdkörper gesehen.