Man geht davon aus, dass die Zahl der zu erwartenden Flüchtlinge 1-1,5 Mio. erreichen könnte; die meisten davon Muslime. Die Zahl der Muslime in Deutschland wird also um einen nicht unerheblichen Prozentsatz von ca. 20% steigen.
Wir Muslime sollten daher, mit noch mehr interreligiösen und interkulturellen Dialogen und Aktivitäten, dem Entstehen von Vorurteilen und Ängsten vorbeugen. Das sehe ich in erster Linie als unsere Aufgabe.
Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, den neuen Mitbürgern die Vereinbarkeit des Islam mit dem Grundgesetz näher zu bringen.
Ich bin mir sicher, dass uns ein großer Teil der deutschstämmigen Bevölkerung dabei helfen wird, diese Aufgaben zu bewältigen. Auch finanzielle Förderungen werden erforderlich sein. Alleine und aus eigenen Mitteln werden wir das nicht schaffen.


Im Norden Israels ist in der Nacht zum Montag ein Brandanschlag auf eine Moschee verübt worden. Es ist das Werk radikaler menschenverachtender Fundamentalisten. Denn kein wahrer Jude würde grundlos eine Moschee anzünden.
Die Angreifer steckten das muslimische Gotteshaus in Tuba Sangria in Nordgaliläa in Brand. Die Außenwände der Moschee wurden mit den hebräischen Worten “Vergeltung” und “Palmer” beschmiert. Palmer ist der Name eines jüdischen Siedlers, der Ende September mit seinem Sohn im Westjordanland ermordet worden war.
Erneut erschüttert ein Anschlag die Menschheit. Diesmal stecken aber nicht radikale Islamisten dahinter. Den Angaben zufolge sind es diesmal radikale jüdische Siedler. Auch in den vergangenen Monaten kam es zu Fällen, bei denen muslimische Friedhöfe und auch Moscheen verwüstet wurden. Auch wenn ranghohe Politiker den Anschlag verurteilten, kam es zu heftigen Straßenschlachten zwischen arabischen Israelis und der Polizei. Israels Präsident Schimon Peres besuchte gemeinsam mit jüdischen, muslimischen und christlichen Geistlichen den Anschlagsort.